MNEMOS · Fortschritt

Wo wir
gerade stehen.

Das Programm läuft in Phasen, und jede Phase hat ein Tor: ein Kriterium, das vor dem Beginn festgeschrieben wird und darüber entscheidet, ob es weitergeht oder aufhört. Diese Seite sagt, wo wir heute stehen, woran wir gerade arbeiten und was noch nicht getan ist.

Phase 1 von 4 · läuftKeine Teilnehmenden beteiligtVollständig in SimulationStand 5. September 2026

Vier Phasen,
vier Tore.

Die Phasen sind kein Kalender, sie sind eine Folge von Bedingungen. Jede erzeugt die Belege, die für den Zutritt zur nächsten nötig sind, und jede kann negativ ausgehen: dann wird das Ergebnis trotzdem veröffentlicht, und das Programm hört auf oder wird neu formuliert.

Das Kriterium jedes Tores wird präregistriert, also öffentlich hinterlegt, bevor die Daten erhoben werden, über die es urteilen soll. Nur unter dieser Bedingung bedeutet eine Schwelle etwas: hinterher festgelegt, verschiebt sie sich stets um genau so viel, wie zum Bestehen nötig ist.

  1. PHASE 1Läuft

    Computationales Modell

    Ein Simulator der Gedächtnisdynamik, vollständig in silico. Er engt den Hypothesenraum ein und bemisst die nächste Phase. Keine Brille, keine Sensoren, keine Teilnehmenden.

  2. PHASE 2Geplant

    Synthetische Paradigmen

    Labormaterial, neutral und nicht autobiografisch. Die Messkette wird dort validiert, wo die Wahrheit konstruktionsbedingt bekannt ist: hält sie dort nicht, gibt es keinen Grund, ihr anderswo zu glauben.

  3. PHASE 3Geplant

    Vollständige Schleife mit Teilnehmenden

    Autobiografisches Material, mit Einwilligung und mit menschlicher Freigabe für jede Szene. Vier verglichene Bedingungen, darunter passives Betrachten, und drei getrennt gehaltene Messfamilien.

  4. PHASE 4Geplant

    Geschlossene Schleife, Persistenz, Ausbreitung

    Rückkopplung in Echtzeit, Nachuntersuchungen im Wochenabstand und das Maß, das über alles entscheidet: bleibt die Wirkung bei der Episode oder greift sie auf nie reaktivierte Nachbarerinnerungen über?

Jenseits der vierten Phase liegt die klinische Forschung mit neuronalen Schnittstellen, gangbar nur mit Universitäten, Zulassungsbehörden und unabhängigen Ethikkommissionen, und nur dort, wo Tiefenelektroden aus klinischen Gründen bereits liegen. Das ist kein Schritt, den ein Unternehmen allein gehen kann, und wir finden auch nicht, dass es ihn allein gehen können sollte: die Begründung steht in den Forschungsrichtungen.

PHASE 1 · LÄUFT

Erst simulierte
Menschen,
dann Menschen.

Phase 1 baut einen Simulator der Gedächtnisdynamik und enthält nichts Physisches: keine Brille, keine Sensoren, keine Teilnehmenden, keine echten autobiografischen Daten. Sie läuft vollständig in Simulation, und das ist kein Notbehelf: es ist die Art, sich zum Nulltarif zu irren.

Sie dient einem genauen Zweck. Mindestens vier verschiedene Vorgänge können dasselbe beobachtbare Signal erzeugen, wenn eine gebaute Erfahrung auf eine Erinnerung trifft: die bestehende Spur wird verändert; eine zweite Spur entsteht und konkurriert mit der ersten; eine hemmende Assoziation kommt hinzu; oder der Inhalt bleibt unverändert und nur die Quelle wechselt, der er zugeschrieben wird. Solange sie im Modell vermengt sind, sind sie es auch in den Daten, und kein Ergebnis der späteren Phasen wäre interpretierbar.

Die vierte Möglichkeit verdient eine Zeile mehr, denn gerade eine immersive Erfahrung macht sie wahrscheinlicher: ein System wie dieses könnte gar nichts umschreiben und lediglich die Quellenzuschreibung verschieben. Das wäre eine bescheidenere und weit besser verteidigbare These, und es ist besser, das jetzt herauszufinden als in zwei Jahren.

01 / PARAMETER

Ein eingeengter Raum

Die Parameterbereiche, die mit dem vereinbar sind, was die Literatur bereits gemessen hat. Alles Übrige wird vorher ausgeschlossen, nicht nach dem Blick auf die Ergebnisse.

02 / TESTSTÄRKE

Wie viele Daten es wirklich braucht

Die Zahl der Durchgänge pro Person, die die nächste Phase erheben muss, damit die Messung trägt. Ohne diese Zahl wird Phase 2 nach Gefühl bemessen, und man merkt zu spät, dass man Rauschen gemessen hat.

03 / FEHLSCHLÄGE

Die Irrwege, vorweggenommen

Die Arten, wie die Schleife auf etwas zulaufen kann, das nach Erfolg aussieht und keiner ist. Sie in der Simulation zu finden kostet eine Woche; sie mit Teilnehmenden zu finden kostet das Programm.

04 / SICHERHEIT

Die Ausbreitungskurve

Unter welchen Bedingungen eine Aktualisierung bei einer einzelnen Episode bleibt und unter welchen sie auf benachbarte Erinnerungen übergreift. Daraus entsteht eine bezifferte Abbruchschwelle statt eines Eindrucks.

05 / HETEROGENITÄT

Die Unterschiede zwischen Menschen

Wie viel Varianz zwischen Personen das Modell erzeugen muss, damit Personalisierung überhaupt einen Sinn hat. Erzeugt es keine, gibt es nichts zu personalisieren, und die These des Programms fällt im eigenen Haus.

06 / PRÄREGISTRIERUNG

Phase 2, vorher geschrieben

Protokoll, Hypothesen, Kontrollen und Torschwellen der nächsten Phase, öffentlich hinterlegt, bevor ein einziger Datenpunkt erhoben wird.

Das Tor der Phase 1, als Zahl gesagt

Das Modell muss mindestens sechs von acht bereits veröffentlichten experimentellen Zielbefunden reproduzieren, im Voraus ausgewählt und benannt, mit einer einzigen Populationsverteilung der Parameter und ohne Nachjustieren Ziel für Ziel. Zwei der acht bleiben von der Anpassung ausgenommen und dienen allein der Validierung.

Zwei Klarstellungen wiegen schwerer als die Zahl. Erstens: im veröffentlichten Intervall liegen muss nicht nur der Mittelwert der Wirkung, sondern auch, wie stark diese Wirkung zwischen Menschen schwankt. Ein Modell, das alle Mittelwerte trifft und dabei fast keine Varianz erzeugt, ist gescheitert, denn die ganze These des Programms lautet, dass diese Effekte heterogen sind und die Personalisierung der Hebel ist. Zweitens: unter den Zielbefunden sind auch gescheiterte Replikationen. Ein Modell, das die Nullbefunde nicht erzeugen kann, ist kein Modell der Literatur, sondern eines der bequemen Hälfte.

Unter sechs von acht wird das Modell überarbeitet, und es geht nicht in die Phase mit Teilnehmenden.

Woran wir gerade
arbeiten.

  1. Das Prior-Blatt Die Anfangswerte und Bereiche der Parameter, festgelegt und mit Zeitstempel versehen, bevor man auf die Befunde schaut, die das Modell reproduzieren soll. Ein Modell mit vielen freien Parametern passt sich, sich selbst überlassen, an alles an: dieses Blatt verhindert, hinterher festzustellen, dass man immer recht hatte.
  2. Die Zielliste Die acht Literaturbefunde mit ihren Konfidenzintervallen und der ausdrückliche Vermerk, welche zwei von der Anpassung ausgenommen bleiben. Auch das kommt vor der ersten Zeile Code.
  3. Der Simulator Der Kern des Modells, mit der formalen Trennung der vier Aktualisierungswege. Versionierter Code und Startwerte, eine Konfiguration je Experiment, ein Bericht, der sich mit einem einzigen Befehl reproduzieren lässt.
  4. Die Ausbreitungsrechnung Der Bereich, in dem eine Aktualisierung lokal bleibt, und jener, in dem sie auf benachbarte Erinnerungen übergreift. Das ist der Sicherheitsendpunkt des Programms, und er wird berechnet, bevor es Teilnehmende gibt, nicht danach.
  5. Das Beobachtungsmodell Die Übersetzung von den inneren Zuständen zu den Messgrößen, die die späteren Phasen tatsächlich erheben, absichtlich mit den realen Störgrößen verschmutzt. Auf diesen synthetischen Daten läuft dieselbe Auswertung, die später auf echten Daten laufen wird: so erfährt man, wie viele Daten nötig sind, bevor man die Messtechnik kauft.
UMFANG DER LAUFENDEN PHASE

Phase 1 rührt keine Menschen an. Das erste Protokoll mit Teilnehmenden ist Phase 2, auf neutralem Labormaterial, und es beginnt nicht ohne öffentliche Präregistrierung, Rechtsgrundlage für biometrische und Gesundheitsdaten, Folgenabschätzung sowie lokale und verschlüsselte Speicherung.

Vor der Phase mit autobiografischem Material braucht es eine Struktur, die wir heute noch nicht haben. Eine unabhängige klinische Fachperson für Eignung und unerwünschte Ereignisse, die nicht die Sitzung führen darf. Eine Sicherheitsaufsicht mit tatsächlicher Befugnis, das Programm zu stoppen, nicht mit beratender Rolle. Eine Datenschutzbeauftragte oder ein Datenschutzbeauftragter, eine methodische Fachperson für Präregistrierungen und Auswertungen, und eine Aufsichtsperson, die nicht das Modell der Person gebaut hat. Wer baut, gibt nicht frei; wer die Sitzung führt, wählt nicht aus; wer auswertet, hat kein Interesse am Ausgang: erst diese Trennung macht das Ergebnis für Dritte prüfbar, und sie ist einer der Gründe, warum Phase 1 zuerst kommt.

Diese Seite beschreibt Methode und Kriterien, nicht die Umsetzung. Das System ist Gegenstand der Patentanmeldung Nr. 102026000024559 vom 24. August 2026, und die technische Materie, die die Phasen hervorbringen, bleibt bis zu den jeweiligen Anmeldungen vertraulich. Veröffentlicht werden die Bedingungen, die wir uns gesetzt haben, und die Ergebnisse, die negativen eingeschlossen.

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Was wir noch
nicht getan
haben.

Eine Statusseite taugt wenig, wenn sie nur aufzählt, was gut gelaufen ist. Hier stehen die vier Dinge, die bis heute nicht getan sind und die kein Ergebnis der laufenden Phase als erledigt behandeln darf.

NOCH NICHT / 01

Keine Teilnehmenden

Es war in keiner Form eine Person beteiligt, und es wurden keine biometrischen oder Gesundheitsdaten erhoben. Die erste Erhebung kommt in Phase 2, auf Labormaterial und nach einer öffentlichen Präregistrierung.

NOCH NICHT / 02

Kein validierter Vertrautheitswert

Dass sich Vertrautheit aus Körpersignalen besser als der Zufall schätzen lässt, ist die Hypothese, die Phase 2 prüfen muss, gegen ein gepaartes Protokoll mit zufällig geänderten Parametern und gegen einen Decoder aus reinen Bildstatistiken. Heute ist sie nicht belegt, und sie kann sich als falsch erweisen.

NOCH NICHT / 03

Die Schleife lief nie auf autobiografischem Material

Die Patentanmeldung beschreibt die Architektur, und eine Architektur lässt sich zeigen. Ob eine gebaute und durchschrittene Erfahrung eine Kodierungssignatur hinterlässt, die sich vom passiven Betrachten unterscheidet, ist dagegen offen und wird in Phase 3 behandelt.

NOCH NICHT / 04

Die Ausbreitung wurde nicht gemessen

Und sie ist der Endpunkt, der über die Fortsetzung des Programms entscheidet. Zu zeigen ist, dass die Wirkung eine vorab erklärte Schranke nicht überschreitet, nicht dass „kein Effekt gefunden wurde“: das sind zwei verschiedene Aussagen, und die zweite ergibt sich bei kleinen Stichproben fast immer und beweist nichts.

Verlauf.

Die Daten, auf die es ankommt, vom jüngsten an. Diese Seite wird aktualisiert, wenn eine Phase ihren Zustand wechselt oder ein Tor sich öffnet oder schließt, nicht nach festem Turnus: ein Verlauf, der sich jeden Monat aktualisiert, was auch immer geschieht, sagt bald nichts mehr.

  1. Phase 1 beginnt

    Fassung 1.0 der Detailplanung aller vier Phasen abgeschlossen: Umfang, Messgrößen, Kontrollen, Tore und Abbruchkriterien, geschrieben vor dem Beginn der ersten. In Arbeit sind das Prior-Blatt und die Zielliste, die beide vor dem Code des Simulators kommen.

  2. Markenanmeldung MNEMOS

    Nummer 302026000148432.

  3. Patentanmeldung für eine gewerbliche Erfindung

    Nummer 102026000024559, zum System mit geschlossener Schleife. Am selben Tag die Markenanmeldung ANALYTIKO Nr. 302026000148294.

  4. Das Programm wird öffentlich

    Sieben Hypothesen, jede mit ihrer Falsifikationsbedingung, der Weg in fünf Schritten und die ethische Grenze. Seit jenem Tag ist „Nullbefunde werden veröffentlicht“ keine interne Absicht mehr, sondern eine schriftliche Zusage, die jede und jeder nachprüfen kann.

Phase 1 schafft man
allein.
Die anderen nicht.

Die Phasen mit Teilnehmenden verlangen eine unabhängige klinische Fachperson, eine Sicherheitsaufsicht mit Abbruchbefugnis, eine methodische Fachperson und eine Ethikkommission. Analytiko sucht für die Phasen 2 und 3 Kooperationen mit Universitäten und Gruppen der kognitiven Neurowissenschaft und legt das computationale Modell gern einer unabhängigen Begutachtung vor, bevor es eine einzige Entscheidung steuert.

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